Aquascaper können sich die Welt von Gollum ins Aquarium holen.

Blickfang

Unterwasserwelt als dekorativer Hingucker

Faszinierende Mini-Aquarien zum Hinschauen und Zuschauen

Es wirkt beruhigend und ist auch noch exotisch und dekorativ: das Aquarium mit bunten, majestätisch schwimmenden Zierfischen und Pflanzen. Die beschauliche Unterwasserwelt im Glaskasten gilt schon lange nicht mehr als spießiges Altherrenhobby, sondern ist längst eine trendige Dekoration für die eigenen vier Wände und setzt zudem Bars, Restaurants, Banken, Hotels und Wellness-Zentren in Szene. Wie der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) mitteilt, gibt es mehr als zwei Millionen Zierfischbecken in deutschen Haushalten. Zwei Gestaltungstrends in der Aquaristik finden dabei immer mehr Anhänger: Aquascaping und die Nano-Aquaristik. 

Phantasievolle Landschaften

Beim Aquascaping (vom englischen landscape = Landschaft) werden laut ZZF mit Hilfe von Dekorationsmitteln wie Steinen, Wurzeln und Pflanzen Unterwassergärten im Aquarium eingerichtet. Dabei orientiert man sich an Landschaften außerhalb des Wassers wie zum Beispiel Gebirgszügen, Sandbänken oder Wäldern. In vielen dieser Gärten leben Zierfische, Garnelen oder Schnecken. „Viele Aquadesigner schätzen das meditative Arbeiten am Detail als Gegenpol zum hektischen Berufsleben oder erfreuen sich am schön designten Becken, das die Wohnzimmereinrichtung aufmöbelt“, erzählt Oliver Knott, ein international bekannter Aquariendesigner. 

Mini-Aquarium für Zwerg-Bewohner

Durch ihren geringen Platzbedarf haben sich zudem sogenannte Nano-Aquarien (vom griechischen nãnos = Zwerg) zum zweiten großen Trend in der Aquaristik entwickelt und sind eine attraktive Alternative zum großen Aquarium. In Becken, die in der Regel unter 54 Litern fassen, werden Garnelen, Schnecken und Krebse, aber auch kleine Zierfische gehalten. Gerade Aquaristik-Neulinge wünschen sich dabei eine belebte Unterwasser-Landschaft mit möglichst vielen Tieren. „Aber je mehr Fische im Aquarium schwimmen, desto schwieriger ist es für Anfänger, die Wasserwerte stabil zu halten“, sagt ZZF-Vizepräsident und Aquaristik-Experte Bernd Silbermann. Im Vergleich zu größeren Aquarien verzeihen die kleinen Becken zudem nicht so leicht Pflegefehler. 

Doch egal, ob Miniaturlandschaften unter Wasser oder ein Minikosmos im Glasbecken – Aquaristik ist einerseits ein Hobby für die ganze Familie. Vor allem für Kinder mit Allergien bietet die Welt der Aquaristik Alternativen zu Haustieren wie Hund und Katze. Andererseits sind die Glaswürfel voller Leben ein echter Blickfang – egal ob freistehend im Raum, auf einem Regal oder dem Schreibtisch.