Das sind die Küchentrends des Jahres

Im Neubau verschmelzen die einst abgetrennten Wohnbereiche immer mehr zu einem großen Raum. Die Funktionszonen Kochen-Essen-Wohnen samt Treppenhaus werden eins. Dieser so entstehende offene Wohnraum hat auch Auswirkungen auf die Gestaltung und Ausstattung der modernen Küche. Auffällig in der aktuellen Saison sind daher die hohen Ansprüche an die Gesamtästhetik der Küche, an optimale Stauraumnutzung und an leise und smarte Elektrogeräte. 

Küchennische: Hingucker und Multitalent

Sie ist ein Eyecatcher par excellence, der zudem vielfältige Aufgaben erfüllt: die Küchennische, jener Raum zwischen der Arbeitsplatte und den Hängeschränken. Und sie dient als attraktive Stellfläche für ausgewählte Lieblingsgegenstände des Küchenalltags. Sie ist geradezu prädestiniert für alles, was es an funktionaler, ergonomischer und komfortabler Unterstützung bei der Speisenzubereitung und rund ums Kochen gibt.

Wie wollen wir wohnen?

Irgendwie ist immer zu wenig Platz. Mit der Zeit sammeln sich Berge von ungenutzten Dingen an, die Schubladen und Abstellkammern vollrümpeln. Kinder vergrößern den Haushalt und brauchen irgendwann ein eigenes Zimmer. Auf der anderen Seite stehen Räume leer, weil niemand permanent Gäste hat oder das Haus für die alleinstehende Oma zu groß geworden ist.
Der am 19. März erschienene Ratgeber „Einfach anders wohnen. 66 Raumwunder für ein entspanntes Zuhause, lebendige Nachbarschaft und grüne Städte“ von Daniel Fuhrhop hilft, Platz zu schaffen, Platz besser zu nutzen und dadurch Freiräume zu gewinnen: für sich selbst, für Freunde und Nachbarn, ja sogar für die ganze Stadt. Denn auch da reicht der Platz scheinbar nie aus.

Platz für Grün ist auf dem kleinsten Balkon

Ein Drittel der Bevölkerung ist absoluter Gartenfan. Sie stehen jetzt in den Startlöchern und freuen sich auf die bald beginnende Gartensaison. Aber nicht nur die 33 Prozent der standfesten Gartenenthusiasten freuen sich auf den erweiterten Wohnraum, sondern auch die Balkon­inhaber. Immerhin haben fast 70 Prozent aller Wohnungen in Deutschland einen Balkon, Tendenz steigend. Kombinationen aus dem sogenannten Zier- und Nutzgarten sind dabei besonders angesagt. „Selbst auf dem kleinsten Balkon lassen sich ein paar schöne Möbel unterbringen und in kleinen Kübeln Gemüse anpflanzen“, bestätigt Ursula Geismann, die Sprecherin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM). 

Im Urban Jungle verschmelzen Indoor und Outdoor

The future is urban“ ist der Trend der Saison und war deswegen auch das große Thema auf der diesjährigen Messe „Heimtextil“ in Frankfurt, bei der Jahr für Jahr knapp 3000 internationale Aussteller ihre neuesten Styles, Farben und Designs für das textile Interieur vorstellen. Einen Schwerpunkt bildeten Lösungen für einen gesünderen und nachhaltigen Einrichtungsstil. Ob zu Hause, im Büro oder im Hotel – Menschen wollen und sollen sich dort wohlfühlen, wo sie leben und arbeiten.

Frühlings­­erwachen mit Tapeten

Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich, es grünt und blüht überall – endlich klopft der Frühling an. Wer in seinem Zuhause Frühlingsgefühle wecken möchte, muss nicht gleich alles neu möblieren oder die Wände streichen. Einfacher und effektvoller geht dies mit den neuen Tapetenmustern. Dank anwendungsfreundlicher Vliestapeten ist Tapezieren heute so einfach wie nie. Kein Tapeziertisch, keine klebrigen Tapetenbahnen, keine Weichzeiten: Vliestapeten lassen sich direkt von der Rolle an die Wand bringen. Und sollte ein Dessin nicht mehr gefallen, lassen sie sich jederzeit trocken einfach am Stück wieder abziehen. Inspiration gefällig? Das Deutsche Tapeten-Institut (DTI) stellt die neuesten Frühlings-Trends vor.

Küche ist Trendsetter für das „Smart Home“

Die Küche ist Trendsetter in Sachen „Smart Home“. Das ist für viele Menschen ein zusätzlicher Kaufanreiz für eine neue Küche. „Der Innovationsgrad im Küchenbereich ist im Vergleich zur restlichen Wohnungsausstattung relativ hoch“,  weiß Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK). In der modernen Küche gelinge die sinnvolle Kombination aus individueller Ästhetik und neuester Digitalisierung am besten.

Wie man in der Küche mit Farbe Wirkung erzielt

Farben faszinieren. Sie nehmen Einfluss auf unsere Stimmungen und Gefühle, selbst auf unsere Gesundheit. „Ganz erheblichen Einfluss hat Farbe aber auch auf der physischen Ebene, da sich die Wirkung von Räumen und aller darin befindlichen Objekte mit Farben gezielt beeinflussen lässt“, sagt Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) und ergänzt. „Selten finden Küchenspezialisten die idealen räumlichen Gegebenheiten vor, wenn sie eine neue Küche planen. Doch aufgrund ihres Könnens und eines erfahrenen Umgangs mit Farbe wird daraus die jeweils persönliche Traumküche.“

Auf der Suche nach Wohlgefühl

Warum können wir vor allem bei einem heißen Bad allen Stress und die Hektik des Tages so wunderbar hinter uns lassen? Wissenschaftler erklären das Glücksgefühl in der Wanne mit der Erinnerung an das vorgeburtliche Fruchtwasserbad im Mutterleib. Das körperliche Wohlbefinden hingegen basiert maßgeblich auf dem hydrostatischen Effekt. Das physikalische Phänomen bewirke, so VDS-Geschäftsführer Jens J. Wischmann, „dass wir uns unabhängig vom Gewicht im Wasser geradezu schwerelos fühlen können.“

Ein picobello Platz im Bad

Körperpflege ist nicht nur aus hygienischer Perspektive elementar, sondern auch ein wichtiges Designthema. Im Bad treffen beide Aspekte zusammen. Waschtisch, Armatur, Möbel und Spiegel spielen dabei eine zentrale Rolle: Als Ensemble geben sie einen picobello Platz zum Pflegen und Schönmachen ab. Nassbereich, Trockenarbeitszone, Stauraum: Was nach Küche klingt, meint den Waschplatz im modernen Badezimmer. In vielen Fällen können sich dort zwei Personen gleichzeitig waschen und fein machen. Während das Waschbecken dem Erfrischen, Händewaschen oder der Nassrasur dient, ist die Ablagefläche daneben den Tätigkeiten vorbehalten, die kein Wasser benötigen.