Dank einer Terrassenüberdachung können Frischluft-Freunde den Herbst noch länger draußen genießen.

Naturgenuss

Optimal bedacht bei Regen und Schnee

Darauf kommt es bei der Auswahl von Terrassenüberdachungen an

Fast 60 Prozent der Deutschen besitzen einen Balkon oder eine Terrasse. Beides ermöglicht lange Abende im Freien, wobei eine Terrasse mit angrenzendem Garten direkte Nähe zur Natur bedeutet. Um trotz Regen und Schnee an der frischen Luft sein zu können, empfiehlt sich eine Terrassenüberdachung. Dabei sollten Kunden jedoch einige Kriterien beachten, betont Ernst Schneider, Geschäftsführer der Sunflex Aluminiumsysteme GmbH: „Zunächst steht die Auswahl des Dachtypes an: Für die Überdachung sind sowohl Plexiglas als auch Polycarbonat oder Sicherheitsglas geeignet. Jedes Material hat dabei seine Vor- und Nachteile, jedoch empfinden viele Sicherheitsglas als die schönste Variante.“ 

Da herkömmliches Floatglas bei äußerer Krafteinwirkung leicht bricht, bestehen Glasterrassendächer nach DIN-Norm aus mindestens zwei Glasscheiben: einer aus Flachglas, die andere aus Verbundsicherheitsglas. Dazwischen liegt eine Folie, die das Splittern des Glases bei einem Bruch verhindert. „Die Anzahl der Stützen und der verbauten Sprossen zwischen den einzelnen Glasplatten richten sich nach der gewünschten Gesamtgröße und dem Gewicht des Daches und sollte nicht ohne Fachmann gewählt werden“, rät Ernst Schneider. Sind zu wenig Stützen und Sprossen verbaut, besteht die Gefahr, dass das Dach bei zusätzlicher Last durch Schnee oder Starkregen einstürzt.

Viele sehen von einer Dachkonstruktion aus Glas ab, da sie den hohen Reinigungsaufwand fürchten. Dabei gibt es inzwischen unterschiedliche Möglichkeiten, diesen gering zu halten. Selbstreinigendes Glas zum Beispiel verfügt über je eine photokatalytische und eine hydrophobe Schicht, die ein Abperlen von Schmutz und Wasser bewirkt. Um größerer Schmutzentwicklung entgegenzuwirken, können Nutzer den Teleskoparm einer speziellen Dachbürste an einen Gartenschlauch anschließen. Ob die Dachkonstruktion zur Säuberung betretbar ist, sollte vorab von einem Fachmann abgeklärt werden.

Für die Wartung eines Terrassendachs empfiehlt Ernst Schneider abschließend: „Wer einen Schaden am Dach oder an den Stützen bemerkt, sollte möglichst schnell handeln und diesen ausbessern, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich der Schaden auf die Stützlast oder die Funktionsweise des Daches auswirkt.“